Die tibetischen SOS Kinderdörfer sind das neue Zuhause für 16.000 junge Tibeter
Insgesamt 16.000 tibetische Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 19 Jahren leben in mittlerweile 12 Einrichtungen der TCV Schulen und Heime.
Die meisten dieser Kinder haben Tibet allein verlassen.
Sie wurden von ihren Eltern nach Indien geschickt, um dort ein freies, sicheres Leben führen zu können. Aber auch um eine gute Schulausbildung zu erhalten.
Manche der Kinder sind allerdings bereits im indischen Exil geboren und leben hier, weil ihre Eltern zu viel oder zu weit weg arbeiten, um sich dauerhaft um sie kümmern zu können.
dann bezahlen die Eltern - wenn sie können- auch Schulgeld, falls dies nicht möglich ist, werden auch diese Kosten durch Patenschaften finanziert
Sie leben dort sehr einfach erhalten aber eine exzellente Ausbildung
Wohnsituation
Die Tibetan Children Villages sind in der Vereinigung der internationalen SOS Kinderdörfer eingegliedert und nach deren Konzept aufgebaut.
Man versucht Großfamilien nachzustellen und so leben zwischen 20 bis 40 Kindern zusammen mit einer Heimmutter in einem Haus.
Da jedes Jahr Hunderte Kinder neu aus Tibet hier ankommen, explodieren die meisten Kinderdörfer bereits aus allen Nähten.
So teilen sie sich zu zweit ein Bett
Oftmals teilen sich 2 Kinder ein Bett, persönlicher Besitz besteht aus ein paar Stiften und Heften.
Aber trotz der oftmals zu geringen Mittel wird den Kids hier ein sehr harmonisches und einladendes Zuhause gegeben.
Früh nehmen hier die etwas Älteren verantwortung für die Kleineren und Neuangekommen und kümmern sich oft rührend umeinander.
Die Kinderdörfer finanzieren sich durch Spenden und Patenschaften
Schule
Die Kinder werden hier nach dem indischen Lehrplan unterrichtet.
In den ersten Jahren ist Tibetisch Unterrichtssprache, dies wechselt ab der 10. Klasse auf Englisch.
Ferner wird Hindi als Fremdsprache gelehrt.
Der Unterricht ist modern, will aber auch die tibetische Tradition erhalten
Die Qualität der Ganztagsschule ist so gut, daß ca 60 % später eine weiterführende Schule besuchen könnten- so weit sich Finanzierungen - z.B. durch Paten und Spenden, aber auch durch Stipendien - finden.
Obwohl ein moderner, den Ansprüchen des indischen Arbeitsmarkts entsprechender Unterricht geboten wird, so liegt doch auch ein großer Schwerpunkt auf der Vermittlung und Bewahrung der tibetischen Tradition, Kultur und Religion, auf dem Bewahren einer tibetischen Identität
Stundenplan - in den Ferien!!
Lebensalltag
Die Kinder haben nicht nur einen straffen schulischen Stundenplan sondern müßen auch bei allen anfallenden Hausarbeiten kräftig mithelfen.
Und so sieht man die Kinder ständig in Aktion.
Was mich persönlich ganz besonders begeistert und postiv erstaunt hat, ist daß sich die Kinder und vor alem Jugendlichen noch zusätzlich freiwillig engagieren: Sie gründeten einen "Environmental Club" einen "Animal Care Club", einen "Save Tibetan Literature Club" und vieles mehr.